Das Weinanbaugebiet Sachsen befindet sich um den 51. nördlichen Breitengrad und liegt damit an der nördlichen Weinbaugrenze. Die Rebfläche hat sich in den letzten 170 Jahren wie folgt entwickelt.

Jahr   Rebfläche   Ereignis
1840   1659 ha   1830 Beginn der industriellen Revolution in Sachsen
1880   1040 ha   1887 Entdeckung der Reblaus im Goldenen Wagen in der Hoflößnitz
1900   500 ha    
1915   209 ha    
1944   110 ha   1938 Gründung der Winzergenossenschaft Meißen
        1948 Gründung des Volksweingutes Radebeul
1945   67 ha    
1980   220 ha    
2008   447 ha    
2013   481 ha    
2015   490 ha    

Die Reblaus wurde im Goldenen Wagen in der Hoflößnitz am 21.8.1887 festgestellt und danach noch in wenigen Orten Sachsens ( Scharfenberg, Brabschütz, Oberwartha, Gohlis, Oberau und Niederau) in deren Folge nur ca. 50 ha der Reblaus zum Opfer fielen. Der Rückgang der Rebfläche ist damit eindeutig der stürmischen industriellen Entwicklung geschuldet und nicht wie meist behauptet der Reblaus.

Die Rebsorten teilen sich wie folgt auf [Stand: 2000}

87 % Weißweinanteil         13 % Rotweinanteil
Müller- Thurgau   20 %             Spätburgunder   7 %
Riesling   16 %   Portugieser   5 %
Weißburgunder   13 %   Dornfelder   4 %
Grauburgunder   9 %    
   
Traminer   7 %        
Kerner   7 %        
Goldriesling   3 %        

Eine sächsische Besonderheit ist der Goldriesling, welcher 1913 aus dem Elsass eingeführt wurde.